Inflation und Repression

(05.09.2021) Die Inflation steigt auf 3,8% und Kontoguthaben wird negativ verzinst. Die Kaufkraft schwindet. Was ist zu tun?

In Deutschland stiegt die Inflationsrate im Juli auf 3,8%, in den Vereinigten Staaten von Amerika sogar auf 5,4%. Obwohl hier einige Sondereffekte wie zum Beispiel die im vergangenen Jahr temporär reduzierte Mehrwertsteuer eine Rolle gespielt haben, kann niemand seriös prognostizieren, ob wir es hier nur mit einem kurzfristigen Überschießen der Inflation zu tun haben, oder ob wir es mit einem neuen Zeitalter der zurückgekehrten Inflation zu tun bekommen.

Die bereits bekannten Nullzinsen für Kontoguthaben weichen zunehmend Negativzinsen, die bereits von über 400 Geldinstituten in Deutschland eingeführt wurden. Dabei verlangen die Banken in Mittel 0,5% „Verwahrentgelt“ von ihren Kund: innen. Manchmal gibt es Freibeträge, manchmal greift der Negativzins aber auch bereits ab dem ersten Euro.

Die Kombination aus Inflation und Repression summiert sich so auf aktuell 4,3% Kaufkraftverlust jährlich. Während viele Sparer: innen die Kombination aus Nullinflation und Nullzinsen in den letzten Jahren als ärgerlich empfanden, sollten nun bei einer Gesamtentwertung von 20% (!) in nur 5 (!) Jahren die Alarmglocken läuten.

Nur Sachwerte wie Immobilien, Aktien und Gold können diese Kaufkraftverluste ausgleichen.

Fazit:

Sparer: innen dürfen sich auf eine Phase der Enteignung über Inflation und Negativzinsen einstellen, die zwischen 2% und 4% liegen dürfte. Wer sein Kapital inflationsbereinigt erhalten möchte, muss eine jährliche Rendite in genau diesen Größenordnungen erzielen. Das ist mit Girokonto, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto, Sparkonto und auch mit klassischen Lebens- und Rentenversicherungen nicht zu machen. Auch Staatsanleihen und die meisten Unternehmensanleihen können die Inflation nicht kompensieren.

Sachwerte wie Immobilien, Aktien und Gold sollten unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Vermögensanlage und -planung sein.

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